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26.01.2013 Therapie für typische Halswirbelsäulenprobleme

Nicht selten kommen Menschen in unsere Praxis, deren Kopf erheblich ausserhalb der normalen Position nach vorne "getragen" wird. Dies bedeutet für die Muskulatur an der Halswirbelsäule eine teilweise erhebliche Belastung. Der amerikanische Therapeut und Autor Erik Dalton beschreibt die Belastung um das bis zu 3 fache höher. Dies kommt durch den ungünsitgeren Hebel im Verhältnis zur Schwerkraft zustande. Die Muskeln die diese Mehrbelastung "tragen" müssen, verursachen durch den Druck den sie auf den hochempfindlichen oberen Abschnitt der Halswirbelsäule ausüben vielfache Beschwerden. Die zu behandelnden Strukturen sind vorne und seitlich am Hals und am Übergang zum Brustkorb. Diese Stellung wird als "forward head posture" und die daraus folgenden Symptome als "upper crossed syndrome" bezeichnet.

Was kan man dagegen tun?

Die Therapie der Wahl ist eine Mischung aus Weichteilgriffen an der Halswirbelsäule und am Übergang zum Brustkorb und manueller Therapie. Manuelle Therapie beschreibt physiotherapeutische Behandlungstechniken, die gezielt auf Gelenkstrukturen eingeht. Betroffen sind bei diesem Belastungsmuster neben den Weichteilen am Hals auch die Rippengelenke und oberen Anteile der Brustwirbelsäule. Therapiert wird also nicht nur dort wo es wehtut, sondern überall da wo betroffene Gewebe den Kopf in dieser Position festhalten. Chirotherapie oder Chiropraktik (Manipulation mit hoher, schneller Energie) ist hier nicht alleine zielführend, und hat wenn überhaupt nur kurzzeitige Verbesserungen zur Folge.  Die adäquate Behandlung sollte Nachhaltigkeit zum Ziel haben. Diese ist nur dann wahrscheinlich, wenn parallel zu den manuellen Techniken an den Muskeln und bindegewebigen Anteilen des oberen Körperquadranten, auch Übungen den Hals da stabilisieren und halten wo er weniger Gewebestress oder reaktive Muskelaktivittät hervorruft.